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Ökologisch verträgliche Wasserkraftnutzung am Praterkraftwerk
Bei der Planung des Praterkraftwerks wurden insbesondere die Kriterien zur ökologischen
Verträglichkeit berücksichtigt und als feste Vorgaben in das Konzept integriert: |
- Gewässerökologie: bei Ausleitungskraftwerken sichert die Mindestwasserregelung eine bestimmte Restwassermenge im Gewässerbett, so dass keine Beeinträchtigungen für die Gewässerökologie auftreten; im Fall des Praterkraftwerks
wird bei Niedrigwasserabflüssen < 67,0 m3/s der Betrieb eingestellt.
- Zur Weiterleitung von Treibgut ist am Entnahmebauwerk ein Rechen mit horizontalen
Rechenstäben angeordnet. Ein horizontal verfahrender Kamm schiebt das Rechengut
weiter stromab, ohne es dem Gewässer zu entnehmen. Außerdem verringert die
Horizontalrechenanordnung mit einem Stababstand von 20 mm gegenüber einem
Vertikalrechen mit gleichem Stababstand den Anteil der Fische, die den Rechen
durchschwimmen können beträchtlich.
- Fischmigration und -schutz: bei der Konzeption des Praterkraftwerks wurden speziell
die Anforderungen der Fischerei und Fließgewässerbiologie berücksichtigt. Im Bereich
der Kleinen Isar werden Aufstiegswege geschaffen und ausgebaut. Am
Einlaufbauwerk entsteht eine konstruktive Fischabweisung.
Unmittelbar vor dem Zusammenfluss Kleine und Große Isar wird zudem der Abfluss der Kleinen Isar über Kaskadenbauwerke geführt, die lokale Lockströmungsbereiche erzeugen, deren
Fließgeschwindigkeit deutlich höher ist. Eine Orientierung des Fisches zum Aufstieg
über die Kleine Isar ist somit auch während des Kraftwerksbetriebes durch die
Flussbettausbildung der Kleinen Isar gegeben.
- Die Turbine des Praterkraftwerks erfüllt alle Kriterien einer fischdurchleitfreundlichen
Anlage mit geringer Flügelzahl, niedriger Nenndrehzahl und minimalem Spaltmaßen
im Leitapparat der Turbine.
- Natur- und Landschaftsschutz: keinerlei Eingriffe in die Schwindinsel und minimale
Eingriffe in den Baumbestand des westlichen Ufers sind vorgesehen. Ein Schwerpunkt
der Planung ist, das Kraftwerk mit allen Gebäuden möglichst unauffällig und
bestandsschonend in das Uferensemble zu integrieren. Sämtliche Bauwerke des
Praterkraftwerks befinden sich im Endzustand unter der Geländeoberkante bzw. der
Flusssohle.
- Selbstverständlich orientiert sich die Planung und der konzipierte Betrieb des
Praterkraftwerks an allen bestehenden Wasserrechten und den Vorgaben des
Isarplanes
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