praterkraftwerk  
 
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Water goes Wind
Für das Praterkraftwerk wurde der Liefervertrag für eine moderne Turbinenanlage unterzeichnet. Das Konzept sieht vor, bewährte Komponenten aus zwei Bereichen der Erneuerbaren Energien zu kombinieren.

Aus dem Wasserturbinenbau stammt die Grundkonzeption der Turbine und das Lauf- und Leitrad. Aus dem Windenergiebereich stammt der Kranzgenerator und die Leistungselektronik, die gleichzeitig die Funktion eines Getriebes und der Frequenzanpassung bei unterschiedlichen Drehzahlen der Turbine übernimmt.

Somit können die Vorteile der jeweiligen Komponenten, bewährte Konzepte und Formgebung aus dem Turbinenbau sowie tausendfach eingesetzte Großserientechnik mit einfacher Wartung vom Branchenführer aus dem Windkraftbereich kombiniert werden.





Baubeginn im Januar 2009
Die Bauarbeiten zum Praterkraftwerk beginnen pünktlich zum Jahresanfang 2009. Dabei wird versucht etwaige entstehende Belästigungen so gering wie möglich zu halten.

Ökostrom für München
Umweltfreundliche Produktion von Wasserkraft mitten in der Stadt

Die Praterkraftwerk GmbH hat zum Ende des Jahres 2007 vom Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München die Genehmigung zum Bau und Betrieb des Praterkraftwerks erhalten.
Damit wird das Praterkraftwerk eine weitere Säule für eine umweltfreundliche und zukunftsfähige Energieversorgung Münchens. Bereits im Mai 2008 könnte der Bau beginnen, so dass das Wasserkraftwerk voraussichtlich ab November 2009 ökologisch produzierten Strom liefern kann.
Errichtet wird es als unterirdisches Kraftwerk, und zwar im Flussbett unter den Kaskaden der Großen Isar auf Höhe der Praterinsel. Das Praterkraftwerk wird ganzjährig betrieben, seine Leistung liegt je nach verfügbarem Wasserangebot der Isar zwischen 1.200 und 2.500 Kilowatt. Mit dem Jahresertrag von bis zu 12,7 Millionen Kilowattstunden können einige Tausend Münchner Haushalte versorgt werden. Die nutzbare Wassermenge wird dabei vom gesamten Abfluss der Isar, den Restwasser- und Entnahmemengen beeinflusst. Gesteuert wird die Anlage vollautomatisch ohne Personal vor Ort, die Kraftwerksdaten werden in die SWM Leitstelle übermittelt.

Die Besonderheit der Wasserkraftanlage ist, dass sie mitten in der Landeshauptstadt München in die dortige Umgebung integriert wird. Das umweltschonend produzierende Kraftwerk wird unsichtbar unter die Erde gebaut, um den Naturraum mit dem natürlichen Baumbestand sowie das städtebauliche Ensemble der Praterinsel so weit wie möglich im heutigen Zustand zu belassen. Nach Fertigstellung der Anlage werden nur das sog. Entnahmebauwerk und der Deckel des Krafthauszugangs sichtbar sein.

Die Anordnung der gesamten Anlage erfolgt am linken Ufer innerhalb des Flußbettes der Großen Isar, die Schwindinsel bleibt vom gesamten Bauvorhaben unberührt. Das Entnahmebauwerk und das Krafthaus befinden sich am westlichen Flussufer. Im Krafthaus befinden sich u. a. die Turbine und die Schalt- und Steuerungsanlagen.

Die Druckrohrleitung der Anlage verläuft im Anschluss an die Wasserentnahme innerhalb des Flussbettes. Die Trasse führt durch den linken Bogen der Inneren Maximiliansbrücke unterhalb der Sohlstrukturen der sich stromab anschließenden Kaskaden.

Die Anlage ist über die Widenmayerstraße bzw. Steinsdorfstraße zu erreichen. Der Kraftwerksbetrieb kann bei einer Wassermenge von ca. sieben Kubikmeter pro Sekunde beginnen, die maximal nutzbare Wassermenge beträgt rund 34 Kubikmeter pro Sekunde. Grundlage für die Wasserzuweisung ist die Abflussaufteilung gemäß der Planungen zur Renaturierung der oberstromigen Isar.
Ein Unternehmen der SWM München GmbH
und Green City Energy GmbH.